Aktivierung für Senioren mit Puppe: 7 Ideen für die Betreuung
Sieben kurze Ideen, bei denen eine Empathiepuppe zum Anlass für Gespräch, Erinnerung und vertraute Handgriffe wird. Für Pflegeeinrichtungen, Tagespflege und die Begleitung zu Hause.
Sieben Ideen für den Alltag
Jede Idee braucht kaum Vorbereitung und dauert etwa zehn Minuten. Die meisten passen in eine Einzelbegegnung ebenso wie in eine kleine Gruppe.
1. Begrüßung am Kaffeetisch
Die Puppe sitzt beim Nachmittagskaffee mit am Tisch. Die Betreuungskraft stellt sie vor, gern auch mit einem Namen, und setzt sich mit ihr zu jemandem, der Interesse zeigt. Oft kommt das Gespräch dann von selbst in Gang: über die Kleidung der Puppe, ihre Haare oder darüber, wem sie ähnlich sieht.
2. Erinnerungen erzählen
Die Puppe ist ein Anlass für Fragen zur Lebensgeschichte: Haben Sie Kinder, und wie heißen sie? Hatten Sie als Kind ein Lieblingsspielzeug? Haben Sie früher auf jüngere Geschwister aufgepasst? Fotos oder Gegenstände von früher ergänzen das Gespräch.
3. Die Puppe anziehen und versorgen
Der Puppe frische Kleidung anziehen, eine Decke um sie legen, sie bequem in den Arm nehmen: Solche Handgriffe sind vielen seit Jahrzehnten vertraut. Lassen Sie der Person Zeit, und helfen Sie nur, wenn sie darum bittet.
4. Ein Tier zum Streicheln
Wer früher eine Katze oder einen Hund hatte, erzählt oft gern davon. Eine Tierpuppe auf dem Schoß gibt dem Gespräch einen Anfang: Wie hieß Ihr Hund? Wo hat Ihre Katze am liebsten geschlafen?
5. Singen
Ein Wiegenlied wie „Schlaf, Kindlein, schlaf“ oder ein Volkslied aus der Jugendzeit wie „Kein schöner Land“ kennen viele noch auswendig. Eine Person hält die Puppe im Arm und kann sie im Takt wiegen, während alle mitsingen.
6. Die Puppe kommt vorbei
In der Gruppe geht die Betreuungskraft mit der Puppe von Platz zu Platz. Wer möchte, begrüßt die Puppe, nimmt sie kurz in den Arm oder erzählt ihr etwas vom eigenen Tag. Hat jemand die Puppe im Arm, wartet sie, bis sie von sich aus zurückgegeben wird, und geht erst dann weiter. Wer nichts sagen möchte, muss nichts sagen.
7. Ein ruhiger Moment
Nicht jede Aktivierung braucht Worte. Die Puppe halten, gemeinsam aus dem Fenster schauen, Musik hören: Auch das ist eine Begegnung.
Was Sie vorher wissen sollten
Machen Sie sich mit der Lebensgeschichte der Person vertraut, bevor Sie ihr eine Puppe anbieten: Wer ein Kind verloren hat, verbindet mit einer Babypuppe womöglich schmerzliche Erinnerungen. Oft wissen die Angehörigen am besten, was eine Puppe wachrufen kann. Wählen Sie für das erste Kennenlernen einen ruhigen Moment. Lehnt jemand ab, versuchen Sie es an einem anderen Tag noch einmal oder lassen Sie es ganz. Sitzt die Puppe bei Mahlzeiten mit am Tisch und hat jemand Schwierigkeiten beim Essen, achten Sie darauf, dass die Person ihr Essen nicht der Puppe gibt, statt selbst zu essen; legen Sie die Puppe dann während der Mahlzeit mit einer freundlichen Erklärung beiseite.
So gehen Sie respektvoll vor
Die Puppe ist ein Angebot, keine Pflicht. Ob jemand sie als Puppe sieht, als Kind oder ihr einen eigenen Namen gibt, entscheidet die Person selbst; korrigieren Sie das nicht. Sprechen Sie mit ihr wie mit jedem Erwachsenen und belächeln Sie die Puppe nie. Nehmen Sie die Puppe nicht einfach weg; bitten Sie behutsam darum oder warten Sie, bis sie Ihnen gegeben wird. Wirkt jemand unruhig oder traurig, lenken Sie behutsam auf etwas anderes über.
Angehörige einbeziehen
Informieren Sie die Angehörigen vor dem ersten Einsatz, damit sie nicht überrascht sind, wenn ihre Mutter oder ihr Vater eine Puppe im Arm hält. Viele erzählen dann selbst, welche Puppen oder Tiere früher in der Familie eine Rolle gespielt haben.
Welche Puppe passt zur Aktivierung?
Entscheidend ist, was der Person gefällt: ein Baby oder Kind zum Halten und Versorgen oder ein Tier zum Streicheln.
Babys, Kinder und Tiere
Zum Halten, Anziehen und für Erinnerungsgespräche eignen sich Kinderpuppen von Joyk wie Emelie oder Johan, außerdem die babyähnlichen Original-Puppen von Rubens Barn. Wer früher Haustiere hatte, mag oft lieber eine Tierpuppe, etwa eine Katze oder einen Hund.
Joyk Empathiepuppen →Rubens Barn Original →Worauf Sie achten sollten
Joyk-Puppen sind am Po beschwert und liegen dadurch im Arm wie ein echtes Baby; die großen Kinderpuppen sind dabei spürbar schwer. Die Gesichter sind so gestaltet, dass die Puppe einen ansieht, wenn man sie wie ein Baby im linken Arm hält. Wird das Gewicht auf Dauer zu viel, liegt die Puppe gut auf dem Schoß. Neigt jemand dazu, die Haare der Puppe in den Mund zu nehmen, ist eine Puppe mit kurzen Haaren die bessere Wahl. Körper und Haare sind waschbar – praktisch, wenn eine Puppe durch viele Hände geht. Temperatur, Waschprogramm und Hinweise zur Hygiene in Einrichtungen stehen in unserer Pflegeanleitung für Joyk-Puppen.
In der Einrichtung und zu Hause
Die Ideen passen in den Alltag von Pflegeheim und Tagespflege, in die Betreuung von Menschen mit Demenz und in die Begleitung zu Hause. Eine Puppe mit festem Platz, etwa im Gemeinschaftsraum, wird schneller vertraut als eine, die nur zu besonderen Anlässen hervorgeholt wird.
Beratung und Kauf auf Rechnung
Sie sind unsicher, welche Puppe passt? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Pflegeeinrichtungen, Praxen, Kitas und Schulen können bei uns auch auf Rechnung bestellen; nach einer Prüfung schalten wir den Rechnungskauf für Ihr Kundenkonto frei.
Puppen für die Aktivierung
Kinderpuppen und Tiere von Joyk, dazu die Original-Puppen von Rubens Barn.
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Puppen nach Marke und Serie.